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Trendsport Padel ausprobieren? Vorsicht bei Gelenkproblemen


Bild: Britta Pedersen/dpa/dpa-tmn

Wer Gefallen an Tennis oder Squash findet, dürfte Padel lieben. Bei dieser Sportart, oft im Doppel gespielt, sind die Wände Teil des Matches. Das ergibt überraschende Ballwechsel, viel Tempo - und bei regelmäßigem Spielen einen ordentlichen Fitness-Effekt. Neben dem Herz-Kreislauf-System trainiert Padel nämlich auch Beweglichkeit, Koordination, Konzentrationsfähigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit, wie der Sportmediziner Prof. Sven Ostermeier aufzählt. 

Plötzliche Richtungswechsel belasten die Knie

Wer allerdings Gelenkprobleme, etwa in den Knien, hat, tastet sich lieber mit etwas Vorsicht an die Sportart heran - und lässt sich sicherheitshalber von Arzt oder Ärztin grünes Licht dafür geben. 

Denn das turbulente Ballspiel verlangt vom Körper zahlreiche plötzliche Richtungswechsel, Stopps und Drehungen sowie Sprünge. Sie können auf die Gelenke gehen, so der Orthopäde von der Gelenk-Klinik Gundelfingen. Plus: Auch das häufige In-die-Hocke-Gehen kann die Knie strapazieren. 

In manchen Fällen verzichtet man lieber ganz auf Padel. Sven Ostermeier nennt als Beispiele bereits bestehende Schulter- und Ellenbogenprobleme. 

Fünf knappe Tipps für den Padel-Einstieg

  1. Langsam starten, genug Pausen einlegen und die Trainingszeiten nach und nach steigern, damit sich Muskeln, Sehnen und Co. an die Belastung gewöhnen können. 
  2. Den Körper gut aufwärmen, das senkt das Risiko für Verletzungen. Typische Übungen sind Hampelmänner, Armkreise, Kniebeugen. Wer zur Padel-Halle radelt, bringt den Körper nochmal mehr auf Betriebstemperatur. 
  3. Wenn möglich: Padelschuhe tragen. Darin haben die Füße einen guten Halt, man knickt weniger schnell zur Seite weg. Das schützt Sprunggelenke und Achillessehnen. 
  4. Nach dem Training rät der Sportmediziner zu Dehnübungen, um die Muskeln zu lockern und zu entspannen. Auch wenn es Spaß gemacht hat, sollte man lieber nicht schon für den Folgetag wieder einen Court in der Padel-Halle buchen: Muskeln und Gelenke brauchen nun Zeit, um sich zu erholen. 
  5. Tennisarm-Warnzeichen ernst nehmen. Durch die einseitige Belastung der Schlägerhand können die Streckmuskeln des Unterarmes gereizt werden und kleinste Mikrorisse bekommen, erklärt Sven Ostermeier. Typisch sind dann Schmerzen an der Außenseite des Ellenbogens. Dann ist eine Padel-Pause angesagt. 

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(30.10.2026)